Willkommen

Demokratische Konsolidierung oder Etablierung autokratischer Strukturen – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der postsozialistische Transformationsprozess. Dies zeigt sich in besonderer Weise auf der Ebene der Verfassungspolitik. Wie unter einem Brennglas werden hier die vielfältigen, im Zuge der umfassenden Reformen ausgetragenen Konflikte gebündelt. Das Forschungsnetzwerk befasste sich von 2013 bis 2016 aus politikwissenschaftlicher Perspektive mit den Verfassungspolitiken in insgesamt 20 postsozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas nach der ersten Verfassungsgebung Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Diese wurden bislang kaum empirisch untersucht. Unser Ziel war es, die Varianz und Similarität der konstitutionellen Entwicklungen in der Region präzise zu beschreiben, die unterschiedlichen Entwicklungslinien zu erklären und schließlich die Rolle von Institutionen bei der Stabilisierung sowohl konsolidierter Demokratien als auch autoritärer oder hybrider Systeme besser zu verstehen. 


Buchpräsentation

»Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte in Gefahr?« Präsentation des Sammelbandes »Constitutional Politics in Central and Eastern Europe. From Post-Socialist Transition to the Reform of Political Systems« mit anschließender Diskussion an der Universität zu Köln, Institut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Gottfried-Keller-Straße 6 (Hörsaal), 50931 Köln-Lindenthal, am Dienstag, den 17. Januar 2017, 17.45 Uhr. Eine Einladung mit weiteren Details ist hier zu finden.


Das Netzwerk vereinte 17 Postdoktoranden und Doktoranden an Standorten in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Bosnien & Herzegowina und Russland. Jeder Teilnehmer bearbeitete ein oder zwei Untersuchungsländer. Koordiniert wurde das Netzwerk von Dr. Anna Fruhstorfer und Dr. Michael Hein (beide Humboldt-Universität zu Berlin). Das Netzwerk wurde finanziell gefördert von der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen der »Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder« (Laufzeit 2013—2015). Das Netzwerk kooperierte zudem mit dem »Comparative Constitutions Project« der University of Chicago und der University of Texas, Austin.

Im  September 2014 führten wir in Berlin eine Autorenkonferenz durch, auf der die Länderstudien vorgestellt und eine gemeinsame komparative Analyse diskutiert wurde. Die Ergebnisse der Netzwerkarbeit wurden im Oktober 2016 in einem englischsprachigen Sammelband bei Springer VS veröffentlicht.

Zuletzt aktualisiert am 7. Dezember 2016.

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